WordPress mit Plugins aufbohren?

Diese Frage richtet sich in erster Linie an diejenigen, die WordPress aufbohren und verbessern wollen; die keine Lust haben, für jedes Problem ein neues Plugin zu installieren; die WordPress vielleicht auch für Kunden einsetzen und diesen die ständige Aktualisierung von zig tausend Plugins ersparen wollen (abgesehen von dem Effekt, dass dies auch ein wenig unproffessionell wirken kann).

Aber wieso sollte man bei jedem neuen Plugin genau überlegen ob es wirklich notwendig ist, bevor man es installiert. Schließlich gehts das so wunderbar leicht dank der WordPress-Adminoberfläche und für (fast)  jedes Problemchen gibt es das passende Plugin? Auf diese Frage gibt es zwei Antworten:

  1. WordPress Plugins können den Blog oder die Webseite deutlich verlangsamen. Insbesondere wenn große Mengen von Plugins ihren Dienst auf einer WordPress Webseite verrichten.
  2. Nicht alle WordPress Plugins sind wirklich sicher. Viele Plugins öffnen gefährliche Sicherheitslücken.

Nicht selten wird ein WordPress Blog gestartet und zwei oder drei Plugins werden mit installiert. Natürlich gibt es eine Menge Plugins, die durchaus sinnvoll sind und die ich jedem Blogger dringend empfehle. Aber mit der Zeit liest man immer mehr Artikel im Internet mit Überschriften wie „Die Top 20 Plugins, die jeder WordPress-Blog brauch“ oder ähnlich. So kann es geschehen, dass über die Wochen oder Monate die Zahl der installierten Plugins wächst und wächst. Bis man dann merkt, dass 30 oder 40 Plugins den WordPress Blog dermaßen abbremsen, dass es keinen Spass mehr macht.

Gerade diejenigen, die mit PHP und MySQL umzugehen verstehen und denen die inneren Prinzipien von WordPress nicht gänzlich unbekannt sind, können viele Dinge auch über ein paar wenige Zeilen PHP-Code viel schneller und eleganter lösen (siehe den Artikel Breadcrumbs in WordPress ohne Plugin). Solche Dinge, wie Breadcrumbs oder generell ausgedrückt, Dinge, die relativ statisch ablaufen und keine oder nur wenig Konfiguration bedürfen, müssen nicht unbedingt von einem Plugin gesteuert werden.

Pixel-Kingdom plant in kommender Zeit seinen Fokus für die WordPress-Rezepte auch verstärkt auf das Thema des Dashboard-Moddings auszuweiten: Mit Tutorials zum Thema Theme-Konfiguration oder Hinzufügen von eigenen Dashboard-Menüs. So kann der findige WordPress Webdesigner auch schnell sein eigenes Super-Wordpress-Plugin schreiben, dass all seine Belange auf einmal abdeckt und den Einsatz von vielen verschiedenen Plugins unnötig macht.

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2 Kommentare for “WordPress mit Plugins aufbohren?”

  1. 13. März 2010, 16:34
    Andreas sagt:

    Stimmt schon, zu viele Plugins sind nicht gerade vorteilhaft für den Blog, und es sind auch nicht alle nützlich oder notwendig. Aber gerade für Anfänger ist es natürlich hilfreich, wenn sie sich fertige kleine Ergänzungen holen können, da man ansonsten durch Veränderungen im Quellcode schnell mehr kaputt macht als das man den Blog verbessert und schlimmstenfalls ewig braucht, um alles wieder hinzubekommen. Daher sollte man sich vor Änderungen auf jeden Fall die vorige Version abspeichern, damit man einen Fehler im Zweifelsfall schnell wieder beheben kann.
    .-= Andreas´s last blog ..The North Face Men’s Kishtwar Jacket – Award Gewinner bei der Ispo =-.

  2. 13. März 2010, 18:35
    Dietmar sagt:

    Ich gebe Dir vollkommen recht, für Anfänger ist es garantiert der Königsweg stressfrei seinen Blog zu erweitern. Aber auch für Faulpelze wie mich ist es einfach zu bequem und ich kann manchmal der Versuchung einfach nicht wiederstehen:). In naher Zukunft wird es hier ein paar Rezepte für das Modden der Admin-Oberfläche geben. Als kleines Vorgeplänkel war dieser Artikel gedacht.

    Grüße
    Dietmar

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