WordPress beschleunigen

Seit Einführung von DSL und anderen Breitbandanschlüssen ans Internet scheint die Datenmenge einer Webseite nicht viel auszusagen. Große Bilder, viele Grafiken, große Javascript-Dateien oder -Bibliotheken sind heute Gang und Gebe im modernen Webdesign. Die Zeiten in denen Besucher minutenlang auf eine Webseite warten mussten sind vorbei.

Doch ist das wirklich so? Sollte man den Aspekt der Ladegeschwindigkeit einer Webseite wirklich vernachlässigen? Klare Antwort: Nein!

Die Ladegeschwindigkeit einer Webseite ist aus mehreren Gründen von entscheidender Bedeutung.Hier die zwei wichtigsten:

  1. Zuerst einmal ist es im Bereich der Benutzerfreundlichkeit einer Webseite entscheidend, dass Aktionen innerhalb weniger Sekunden zu einer Reaktion des Systems führen. Viele Benutzer klicken im günstigsten Fall ein paar mal hintereinander auf einen Button oder Link, wenn dieser nicht sofort eine Reaktion der Seite auslöst. Im schlimmsten Fall verlässt der Besucher die Webseite und kehrt nicht mehr wieder. Längere Reaktionszeiten sollten auf jeden Fall einen Status anzeigen, damit der Benutzer weiss, daß das System seine Aktion aufgenommen hat und im Moment an deren Bearbeitung ist, Beispiele hierfür sind die berühmten Loading-Animationen.
  2. Suchmaschinen berücksichtigen bei der Bewertung von Webseiten auch deren Ladegeschwindigkeit. Auch aus SEO-Aspekten sollte man auf möglichst geringe Ladezeiten achten, denn Suchmaschinen berücksichtigen immer mehr die Ladegeschwindigkeit von Webseiten bei der Berechnung des Rankings. So werden Webseiten mit kurzen Ladezeiten meist höher gewertet als Webseiten mit hohen Ladezeiten.

Diese zwei Grundgedanken vorweg gestellt, fragt sich der Webdesigner nun, wie er seine Webseite oder Blog auf Basis von WordPress beschleunigen kann. Dabei geht es uns nur um das Frontend, denn kein Mensch käme auf die Idee, sein Dashboard für Suchmaschinen zu optimieren. Mit ein paar einfachen Schritten kann die eigenen Webseite an Ladegeschwindigkeit hinzugewinnen:

  • Bilder optimieren. Eigentlich eine Selbstverständlichkeit; Bilder sollten vor dem Upload auf die Webseite ins passende Format gebracht und für den Einsatz auf einer Webseite optimiert werden. Das heißt, anstatt ein 1024×768 Pixel großes Bild per HTML-Anweisung in die gewünschte Breite von 640 Pixel zu quetschen, sollte das Bild direkt auf 640 Pixel Breite verkleinert werden und in unter Datei >Für Web und Geräte speichern abgespeichert werden. Je nach Art des Bildes kann aus drei verschiedenen Formaten gewählt werden. Solange das Bild keine Transparenzen enthält, liegt man mit dem Format „jpg“ immer auf der richtigen Seite. Diese Art der Speicherung reduziert das Datenvolumen eines Bildes enorm.
  • Viele CSS-Dateien zu einer zusammenfassen. Anstatt vieler kleiner CSS-Dateien, die auf der ganzen Webseite benötigten werden (z.B. layout.css, typo.css, navi.css) empfiehlt sich eine CSS, die alles beinhaltet. Das verringert die Requests an den Server, der nun nur eine einzige Datei bereitstellen muss.
  • CSS-Dateien verkleinern. Auf minifycss.com kann man die gerade erzeugte große CSS-Datei schrumpfen lassen und alle Kommentare, Einschübe und Umbrüche entfernen. Damit verringert sich die Größe der CSS-Datei und damit auch deren Ladezeit. Allerdings sollte man sich immer die Orginal-Datei aufbewahren, damit man nachträglich Änderungen einfügen kann.
  • Javascript-Dateien zusammenfassen und verkleinern. Ähnlich wie bei den CSS Dateien verhält es sich auch mit Javascript Dateien. Was seitenweit benötigt wird in eine JS-Datei ablegen, auf z.B. jscompress.com kann man diese dann verkleinern lassen, was nach dem selben Prinzip wie bei der CSS-Datei funktioniert.
  • Javascript-Frameworks immer in der verkleinerten Form verwenden. Grundsätzlich benötigen Webseiten nicht die kommentierte und gut leserliche Form von Javascript-Frameworks, wie z.B. jQuery. Für die Funktionalität reicht die verkleinerte Datei vollkommen aus, ebenso bei Plugins.
  • Javascript-Dateien wenn möglich zum Schluss laden. Manche Javascript-Funktionen benötigt man nicht zwingend direkt beim Start der Webseite. Damit die Inhalte bereits angezeigt werden und der Besucher/Crawler schon sieht, was ihn erwartet, sollte man wenn möglich Javascript-Dateien am Ende einer Webseite einfügen.
  • WordPress Datenbank-Queries reduzieren. Manche dynamisch erzeugte Elemente können problemlos durch statischen Inhalt ersetzt werden. So muss der Webseiten-Name nicht ständig durch <?php bloginfo(’name‘); ?> aufgerufen werden. Ebenso verhält es sich mit der Navigation. Besonders die in WordPress 3 eingeführten Drag&Drop Navigationen lassen die Gesamtzahl der Datenbank-Queries enorm in die Höhe schießen und verlangsamen damit die ganze Webseite. Am besten lässt man sich einmal das Menü durch WordPress anzeigen, kopiert den erzeugten Quellcode und fügt ihn als statische HTML-Komponente in den Quellcode ein.

Es gibt durchaus noch mehr Tricks zum Verringern der Ladezeit einer Webseite. Ebenso gibt es noch viele weitere Beispiele zur Verringerung der Datenbank-Queries von WordPress. Vielleicht findet hier eine Diskussion und eine Sammlung zu diesem Thema statt.

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