Anbindungsgeschwindigkeiten mit VDSL und Webdesign

Der Fortschritt schreitet stets voran, besonders für uns Webdesigner. Ständig neue Technologien, Trends und Entwicklungen zu erkennen und den Umgang damit zu erlernen gehört zum täglich Brot eines Webdesigners. Was vor Jahren wegen geringer Anbindungsgeschwindigkeit unmöglich erschien, wurde mit der Einführung von DSL auf einmal möglich. Mittlerweile gibt es in einigen Regionen schon VDSL, welches bis zu 50 Mbit im Downstream verspricht. Was bedeutet das für uns Webdesigner? Können wir in Zukunft noch ausgefallenere Dinge umsetzen?Glücklich ist, wer Internet hat. Mittlerweile kein Problem mehr. DSL ist mittlerweile fast flächendeckend in Deutschland verfügbar. VDSL steht in den Startlöchern und verheißt noch höhere Geschwindigkeiten beim Surfen. Was bedeutet das für uns Webdesigner? Ist uns in Zukunft die Bürde der Internet-Geschwindigkeit abgenommen? Ich denke nicht. Die Evolution des Webdesign hat sich zwangsläufig immer an den technischen Gegebenheiten der Internetanbindung der breiten Massen orientiert. Das fing in den Anfängen mit 36K und 56K-Modems an. Wer heute mit einem Surfstick im Internet unterwegs ist und das Pech hat nur EDGE oder noch schlimmer GPRS-Anbindung zu haben, merkt sehr schnell, wieviel Geduld man früher haben musste, wenn man das Internet nach Informationen durchwühlte. DSL war eine Erlösung. Man war wesentlich schneller unterwegs und das hat man auch an den Webseiten gesehen. Heute geht der Trend im Webdesign zu großen Bildern und grafisch aufwendig gestalteten Oberflächen. Früher undenkbar: Nach der Faustregel für Webdesigner im Bereich Usability: Die Reaktion auf eine Aktion darf maximal 2 Sekunden dauern.

Die Telekom bietet mittlerweile VDSL an. Wahnsinnige Geschwindigkeiten im Down- und Upstream im Vergleich zu „normalem“ DSL. Bedeutet dies für uns Webdesigner, dass wir noch größere Fotos, noch aufwendigere Grafiken und noch mehr Datenbankabfragen auf einmal nutzen können? Die Frage eindeutig zu beantworten fällt mir schwer. Denn viele Server können nicht in der selben Geschwindigkeit anworten, wie die Client-Anfragen von einem Rechner ankommen.

In meinen vorigen Artikeln über die Verbesserung von Ladegeschwindigkeiten von WordPress Webseiten habe ich bereits erwähnt, dass Suchmaschinen mittlerweile auch die Ladegeschwindigkeiten von Webseiten bewerten. Inwieweit diese gemessen werden behalten die Suchmaschinen natürlich für sich, dennoch war dies immer ein Qualitätsmerkmal guter Webseiten und enorm wichtig für die Konversion einer Webseite.

VDSL ist noch relativ neu. Genau wie DSL damals wird es wohl noch einige Zeit dauern, bis es zu einem Standard wird und die alte Technologie ablöst. Dennoch sollte man sich die neuen Möglichkeiten im Hinterkopf behalten damit man nicht als Letzter auf den neuen Zug aufspringen muss.

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1 Kommentar for “Anbindungsgeschwindigkeiten mit VDSL und Webdesign”

  1. 3. Juni 2011, 22:12
    Maik sagt:

    Hach, ob das eine gute Entwicklung ist – ich sehe schon jeden dümpeligen Webdesigner auf jede Art von Komprimierung und Optimierung verzichten – ‚haben ja genug Bandbreite‘ – das wird ja ein Spaß.

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